Busanbindung des Marion Dönhoff Gymnasiums: Mehr Buskapazität ist möglich – aber bislang nicht bestellt

Antje Müller-Möller

Wie angekündigt, melde ich mich mit den Antworten des Senats zur Busanbindung des Marion Dönhoff Gymnasiums zurück.

Ich wollte vom Senat wissen, wie während des nächsten Bauabschnitts eine verlässliche Busanbindung für die rund 1.000 Schülerinnen und Schüler sichergestellt werden soll.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Es bleibt bei Kleinbussen mit rund 30 Plätzen und dem bisherigen Takt. Mehr Kapazität plant der Senat nicht. Lediglich die Abfahrtszeiten der Linie 188 sollen besser an die Schulzeiten angepasst werden.

Auf unsere konkreten Fragen nach zusätzlichen Fahrten, Verstärkerbussen oder einem eigenen Einsatzbus zu Schulbeginn und Schulschluss antwortet der Senat nicht, sondern verweist auf frühere Stellungnahmen der Verkehrsbehörde. Auch ob zusätzliche Fahrten durch andere Verkehrsunternehmen möglich wären, bleibt offen.

Deshalb habe ich direkt bei vhh.mobility nachgefragt. Die Antwort ist bemerkenswert: Zusätzliche Fahrten seien grundsätzlich denkbar. Auch fehlendes Fahrpersonal sei derzeit nicht das Problem. Als Hindernis nennt die VHH vor allem die von öffentlicher Seite vorgegebenen finanziellen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig sind zusätzliche geeignete Kleinbusse derzeit schwer verfügbar.

Damit ist die entscheidende Frage jetzt klar: Welche Verstärkerfahrten sind mit dem vorhandenen Fahrzeugbestand möglich – und ist die Stadt bereit, diese zusätzliche Leistung zu bestellen und zu finanzieren?

„Nach fast zwei Jahren reicht es nicht, den bestehenden Mangel weiter zu verwalten. Wenn die VHH zusätzliche Fahrten grundsätzlich für möglich hält und Fahrpersonal vorhanden ist, muss die Verkehrsbehörde jetzt konkret klären, welche Verstärker angeboten werden können. Gerade zu Schulbeginn und Schulschluss brauchen die Schülerinnen und Schüler eine verlässliche Verbindung.“

Ich bleibe deshalb an dem Thema dran und kläre derzeit mit der VHH, welche zusätzlichen Fahrten kurzfristig möglich wären.

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